Radio Nights by Tom Liehr

By Tom Liehr

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Bevor ich mich setzte, sah ich zu meiner Lehrerin hinüber, die drei Reihen weiter saß und verzückt lächelte, beide Hände innig vor der Brust gefaltet, und ebenfalls ein Nicken andeutete. Und das, obwohl wir uns gegenseitig ums Verrecken nicht ausstehen konnten. Natürlich gewann ich. �Du hast eine wunderschöne Stimme«, erklärte die fette, grauhaarige Politikerin, die die Schirmherrschaft über den Wettbewerb hatte, als sie mir den häßlichen Pokal überreichte. »Und du liest wahnsinnig schnell, dabei doch so deutlich und fesselnd«, sagte der Typ mit dem zottligen Bart und der Riesennarbe auf der Wange, der auch irgendwie wichtig war.

Er warf einen Blick darauf, als wenn er selbst nicht wüßte, was das war, zog die Stirn kraus und sah mich an. Ausdruckslos. Entweder hatte er sich immer supergut im Griff, oder irgendwas stimmte nicht. « sagte er schließlich. Ich grinste, war fröhlicher Dinge, alles lief bestens, kein Grund zur Sorge. Meine Nachtsendung war ein Knaller, nach wie vor. Vom Rest des Programmes ganz zu schweigen. �Selbst na. « Er schob mir den Ordner zu. Ich nahm ihn, warf einen Blick auf das Deckblatt, das immer gleich aussah, die Zahlen kamen auf den Folgeseiten.

Ich schrieb einige amerikanische Stationen an, aber bis auf ein paar Aufkleber – die ich akribisch hortete, der Anfang einer großen Sammlung – kam kaum was dabei heraus. Radiomann werden stand ganz oben auf meiner Lebensplanungsliste, aber fürs erste mußte ich das Ziel beiseite schieben. Ich besuchte einen grauenhaften Volkshochschulkurs, um mein Englisch zu verbessern, inmitten von angehenden Fremdsprachensekretärinnen und gelangweilten Rentnern, das brachte wenigstens ein bißchen was. Irgendwann würde ich nach Amerika fahren, in das Land des privaten Radios, perfektes Englisch konnte da nicht schaden.

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